TSV Stahl Riesa - SC Riesa

Bezirksklasse Dresden - Staffel 4 - 15. Spieltag

09.12.2006, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
2 (0) 3 (1)
Aufstellung
Dölitzsch, Kutsche, Tschirschke, Tietze, Kunze, Heyne, Rasper (69. Meyer), Träger, Wukasch (61. Gutsche), Huß, Straube Scharf, Wachsmann, Nollau, Werner, Klisch, Heinke, Ulbricht (69. Berencsi), Dühring, Haupt, Vogt (89. Seidel), Runge (89. Reisky)
Tore Karten
0:1 Heinke (22. Spielminute)
0:2 Haupt (50.)
1:2 Gutsche (73.)
2:2 Straube (78. Elfmeter)
2:3 Kunze (83. Eigentor)
TSV Stahl Riesa: -
SC Riesa: -
Zuschauer
1015

Stahl unterliegt im Stadtderby

Eine prächtige Kulisse säumte das erste Stadtderby zwischen dem TSV Stahl Riesa und dem SC Riesa in der Nudelarena. über 1000 Zuschauer wollten sich das Spiel der Mannschaften, die die Traditionen der BSG Stahl Riesa für sich in Anspruch nehmen, nicht entgehen lassen.
Die erste Spielhälfte begannen die Gäste aus dem Riesaer Ernst-Grube-Stadion druckvoll nach vorn. So hatte Dölitzsch, der nach seinem guten Spiel gegen Leuben von Trainer Nussbaum den Vorrang vor Eichholz erhielt, bereits in der 6. Spielminute mit einer Glanztat eine frühe Führung der Gäste zu verhindern.
Die Spieler des SC führten in dieser Anfangsphase den Ball sicherer und ließen einen klaren Spielaufbau erkennen.
Auf der Gegenseite waren die Spieler des TSV zum Teil unsicher und verloren bereits im Mittelfeld mehrere Bälle.
Die erste Möglichkeit der Gastgeber sahen die Zuschauer nach reichlich 10 Minuten Spielzeit als Kutsche nach einem Solo bis in den Strafraum des SC Riesa eindrang.
Den erste Treffer im Spiel erzielte Heinke mit einem direkt verwandelten Freistoß aus etwa 20 m Entfernung. Der Ball schlug genau im rechten Dreiangel ein uns war von Dölitzsch nicht zu erreichen.
Nach dem Treffer zogen sich die Spieler des SC ein Stück zurück und konterten aus der eigenen Abwehr heraus.
Dabei zeigte sich, dass das Spiel im Mittelfeld stark von den SC Spielern beherrscht wurde. Vor allem Träger leistete sich in der gesamten Spielzeit zu viele Ballverluste und fand nie richtig ins Spiel.
Bei schnellen Konterläufen des SC zeigten sich beim TSV wieder einige Löcher in der Abwehr. Tschirschke stand zu weit von seinem Gegenspieler entfernt und Dölitzsch rettete seine Mannen mit einigen Glanzparaden vor einem höheren Rückstand.
Die Riesaer Abwehr kam vor allem mit Runge kaum zurecht.
In der 39. Minute hatte erneut Heinke die Chance zur Resultatsverbesserung. Im Fünfmeterraum völlig allein gelassen bekam er den Ball, hämmerte ihn aber weit über den Kasten von Stahl Riesa. Wenige Minuten später ging auch der Fernschuss von Dühring über das Tor.
Auch auf der Gegenseite wurden einige Möglichkeiten erspielt. So verzog Huß in der letzten Minute vor dem Pausenpfiff im Strafraum und der Ball ging am Pfosten vorbei.
In der zweiten Halbzeit war das Spiel anteilmäßig weiter mehr bei den Gästen. So km das 2:0 nicht überraschend. Ein Freistoß von der linken Außenlinie wurde bis vor das Tor geschlagen und Haupt konnte per Kopf das 2:0 erzielen.
Mehr Bewegung in das Spiel von Stahl Riesa brachte die Einwechslung von Gutsche für Wukasch.
Der SC Riesa wurde nun in der eigenen Hälfte gehalten und die beste Phase des TSV begann. In der 73. Minute das 1:2. Gutsche stand am langen Pfosten genau richtig und hatte keine Mühe den Anschlusstreffer zu erzielen.
Nun machte Stahl richtig Druck und der SC Riesa wirkte verängstigt. Gleich zwei Minuten nach dem 1:2 musste Scharf im Tor des SC Kopf und Kragen riskieren, als er den Schuss von Heyne und den Nachschuss von Meyer parierte.
Noch in der gleichen Minute schoss Meyer den Ball ins Tor des SC, aber der Schiedsrichter hatte bereits wegen Abseits abgepfiffen.
Der TSV warf nun alles nach vorn und in der 78. Spielminute konnte Kutsche im Strafraum vom SC Tormann Scharf nur mit einer Notbremse gehalten werden. Nach gelb für den Tormann des SC verwandelte Straube den fälligen Strafstoß sicher zum vielumjubelten Ausgleich.
Der nächste Angriff des SC war von der Riesaer Abwehr bereits abgefangen als Straube als letzter Mann zu lange mit seiner Ballabgabe wartete und seinen Gegenspieler Haupt anschoss. Dieser nahm den Ball auf und erneut rettete Dölitzsch in großer Manier zur Ecke.
Die darauffolgende Ecke kam in den Strafraum herein. Aus dem Gewühl heraus wurde Kunze angeschossen und von ihm sprang der Ball ins eigene Tor.
Nun zog sich der SC weit zurück und versuchte nur noch die Führung zu halten. Der Trainer des SC nahm die beiden Sturmspitzen Haupt und Runge vom Platz und der TSV versuchte noch einmal den Ausgleich zu erzielen.
Warum der Schiedsrichter eine Minute vor dem Ende dem TSV einen glasklaren Elfmeter verwehrte wird sicher sein Geheimnis bleiben. Wieder wurde Kutsche im Strafraum klar gefoult, aber der Schiedsrichter entschied auf Abstoß. Hätte er auf gespielten Ball plädiert, hätte es dann auf jeden Fall Eckstoß geben müssen.
Heyne kassierte nach dieser Aktion des Schiedsrichters noch wegen Meckerns die gelb-rote Karte
Die Chance des TSV war die letzte Möglichkeit im Spiel, so dass der SC Riesa nach drei Toren aus Standards als Sieger vom Platz gehen konnte.(KR)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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