TSV Stahl Riesa - Heidenauer SV

Bezirksliga Dresden - 21. Spieltag

27.03.2010, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
2 (0) 2 (1)
Aufstellung
Robert Scharf, Thomas Kutsche, Rico Kaiser, Danny Burda, Tobias Träger, David Wukasch, Alexander Schamber, Ole Martin Hillig, Patrick Trobisch, Thomas Bierstedt, Maik Martick Martin Nicklich, Otto Winkler, S. Stoilov, Falk Terjek, Daniel Dittmann, Ronny Jank (85. Gerrit Hamel, Martin Streiber (74. Jonathan Schulz), Frank Kaiser, Robert Heiße, Tom Winter, Sebastian Hecht (79. Richard Hemmann)
Tore Karten
0:1 S. Stoilov (28. Spielminute)
1:1 Danny Burda (47.)
1:2 Sebastian Hecht (56.)
2:2 Danny Burda (93.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: Patrick Trobisch, David Wukasch, Danny Burda
Heidenauer SV:
gelb: Ronny Jank, Tom Winter, Martin Streiber, Daniel Dittmann, Jonathan Schulz
Zuschauer
360
Schiedsrichter
Ulf Brähler (Kamenz)
1. Assistent: Matthias Krahl , 2. Assistent: Sebastian Gries

Stahl erst in der 2. Halbzeit da

Zum Spitzenspiel der Bezirksliga, beim Zusammentreffen des zweiten Stahl Riesa gegen den dritten den Heidenauer SV, traten die Gastgeber äußerst geschwächt an. Gerade 13 Mann standen zur Verfügung. Dabei saßen auf der Bank zwei Leute aus der 2. Mannschaft und noch dazu war David Wukasch durch eine Grippe geschwächt, kämpfte aber mit:
Nach dem Hinspiel, dass die Heidenauer mit 7:0 gewannen gingen die Gastgeber äußerst verunsichert in die Partie. Von Beginn an überließen die Stahlspieler dem Heidenauer SV das Zepter auf dem Platz.
Mit durchdachtem Spielaufbau über das gesamte Spielfeld erarbeiteten sich die Gäste Feldvorteile und kamen zu den ersten Einschussmöglichkeiten bereits in der ersten viertel Stunde der Begegnung.
Immer wieder wurde es brenzlig im Riesaer Strafraum und Robert Scharf im Riesaer Tor musste die ersten Male eingreifen. Seine Vorderleute in der Abwehr kamen mit den schnellen Angriffen der Gäste nicht klar. Dazu kamen ungezählte Abspielfehler und Ballverluste im versuchten Spielaufbau der Riesaer schon vor der Mittellinie.
Die Führung der Heidenauer lag förmlich in der Luft und in der 28. Minute fiel der Treffer zum 0:1.
Dabei half Stahl wieder kräftig mit. Mit einem langen Ball hinter die Riesaer Abwehr sollten die Heidenauer Stürmer bedient werden. Zwei im Abseits stehende Spieler blieben stehen aber S. Stoilov startete aus dem Mittelfeld durch. Vor ihm war Ole Martin Hillig am Ball, aber sein Rückpass auf seinen Torhüter war so schwach, dass der Heidenauer dazwischen war und aus 10 Metern frei vor dem Riesaer Tor Robert Scharf keine Abwehrmöglichkeit ließ.
Und weiter spielte nur der Gast. Heidenau hatte die meisten Spielanteile, war spritziger, war technisch klar besser und schaltete schnell um.
Einen geordneten Spielaufbau bei Stahl konnte man kaum erkennen, einige Spieler wirkten wie gelähmt und bei langen Bällen auf die einzige Sturmspitze, auf Danny Burda, schnappte die Abwehrfalle zu.
Zweikämpfe wurden möglichst vermieden und die Abspiele landeten beim Gegner.
Heidenau vergaß in dieser Spielhälfte aber etwas Wesentliches, das Tore schießen. Immer wieder wurden beste Tormöglichkeiten ausgelassen und es hätte sich niemand beschweren können, wenn es zum Pausenpfiff drei oder vier zu null gestanden hätte.
Nach dem Seitenwechsel kam eine andere Riesaer Mannschaft aus der Kabine. Keiner weiß was der Trainer oder wer auch immer in der Pause mit der Mannschaft gemacht hat, aber auf einmal sahen die Zuschauer Bewegung, Kampf und Einsatz im Riesaer Spiel.
Und sofort kamen Erinnerungen an ein Spiel Ende der neunziger Jahre bei Wismut Aues 2. auf. Damals lagen die Riesaer, die von zehn mitgereisten Fans angefeuert wurden, nach äußerst schwachen 45 Minuten mit 2:0 hinten, kamen aus der Kabine, spielten Aue II an die Wand und gewannen 6:2.
Aber die erste Torchance in der 2. Hälfte hatten erste einmal wieder die Heidenauer Spieler. Aber Tom Winter rutschte im Strafraum am Ball vorbei.
Im Gegenzug der erste gute Angriff der Stahlspieler und eine Minute später stand es 1.1. Danny Burda wurde nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte mit einem langen Ball über den rechten Flügel nach vorn geschickt, spielte noch einen Gegner aus und versenkte den Ball im Tor – Ausgleich.
Nun waren die Gäste verunsichert. Stahl nahm die Zweikämpfe an und zeigte Selbstvertrauen. Mit schnellen und sicheren Spielzügen über das Mittelfeld, hier kämpfte Tobias Träger um jeden Ball und verteilte sie geschickt nach vorn, wurde die Gästemannschaft zurückgedrängt. Viele Angriffe konnten in dem über weite Strecken fair geführten Spiel nur mit Fouls beendet werden.
Dann der Schock für den TSV in der 56. Minute. Ein Angriff des TSV wurde abgefangen und der Heidenauer SV reagierte schneller. Sebastian Hecht durchlief die Riesaer aufgerückte Abwehr. In seinen Torschuss von halb rechts warf sich Ole Martin Hillig, lenkte den Ball aber über Robert Scharf ins Tor.
Aber von dem eingeschlagenen Weg ließen sich die Riesaer nicht mehr abbringen. Es ging um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes und dazu wurde mindestens ein Punkt benötigt.
Vor allem nach Ecken und bei Freistößen war Gefahr für das Heidenauer Tor vorhanden. Außerdem wurde mit schnellen Aktionen und enormem Laufpensum der Riesaer der Spielaufbau der Gäste schon im Ansatz versucht zu stören.
Diese zweite Spielhälfte wurde dem Namen Spitzenspiel schon gerechter als der erste Durchgang.
Der Trainer der Gäste sah seine Spieler immer mehr unter Druck geraten und brachte drei frische Leute.
In der 79. Minute hatten die Riesaer schon den Torschrei auf den Lippen, aber der Heidenauer Schlussmann kratzte einen Freistoß noch mit den Fingerspitzen aus dem Dreiangel.
Heidenau versuchte mit weiten Bällen hinter die Riesaer Abwehr Kontermöglichkeiten aufzubauen, aber Robert Scharf war voll da und fing die Bälle mehrfach schon weit vor seinem Strafraum ab.
Stahl warf in den letzten Minuten alles nach vorn. Die großen Abwehrrecken Thomas Bierstedt und Ole Martin Hillig tauchten nun vor dem Heidenauer Tor auf und Thomas Kutsche übernahm die Abwehr.
In der Nachspielzeit machte Stahl den Punktgewinn perfekt. Ein weiter Einwurf von links wurde von der Heidenauer Abwehr nicht recht wahrgenommen. Der Ball kam zu Danny Burda der am langen Pfosten stand und den Ball wahrlich ins Tor kämpfte.
Heidenau kam zwar noch einmal bis vor den Riesaer Strafraum, aber Stahl hielt dieses Remis fest.
Nach schwacher erster Hälfte aber mit den alten Stahltugenden Kampf und Einsatz in der zweiten Halbzeit geht die Punkteteilung in Ordnung.(KR)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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