TSV Stahl Riesa - Bischofswerdaer FV 08

Bezirksliga Dresden - 17. Spieltag

26.02.2011, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
3 (1) 1 (1)
Aufstellung
Bunzel, Kutsche, Nollau, Krechlak, Do Le, Tabel (61. Löffler), R.Genschur (85. Schamber), M.Genschur, Schmidt, Bierstedt, Heineccius Oppitz, Herrmann, Winkler, Spraski, Kubik, Burda, Frenzel, Bartejs (78. Latkolik), Schall, Gries, Petzold (45. Kunze)
Tore Karten
0:1 Frenzel (25.Spielminute)
1:1 Tabel (42.)
2:1 Heiniccius (87. Foulelfmeter)
3:1 Löffler (90.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: R.Genschur, Bierstedt
Bischofswerdaer FV 08:
gelb-rot: Kubik (86.)
Zuschauer
755
Schiedsrichter
Kay Windisch - Kristian Meier, Jan Evler

Stahl Riesa besiegt Schiebock im Spitzenspiel !

Zum Spitzenspiel des Bezirkes Dresden trafen mit Stahl Riesa und dem Bischofswerdaer FV der Zweite und der Erste aufeinander. 755 Zuschauer, darunter viele Bischoffswerdaer Fans, die mit zwei Bussen angereist waren, wollten diese, für viele vorentscheidende Partie in Sachen Aufstieg in die Landesliga, miterleben. Von dieser Kulisse beflügelt, lieferten sich beide Spitzenteams ein Spiel auf Augenhöhe, welches zunehmend von der Spannung lebte, wer von Beiden wohl das entscheidende Siegtor erzielt.
Der TSV Stahl Riesa konnte nahezu in Bestbesetzung auflaufen und war von Trainer Bößneck auf die schwere Aufgabe gut vorbereitet wurden. Es galt die starke Sturmreihe um den Ex-TSV-Stürmer Burda im Bischofswerdaer Team in den Griff zu bekommen. Dies schaffte das Riesaer Team mit viel Laufbereitschaft und "Kompromisslosigkeit" (Aussage des BFV Trainers nach dem Spiel).
Nach dem ersten Abtasten übernahm Stahl Riesa das Spielgeschehen und erspielte sich in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten. Häufig wurde bei schnellen Angriffszügen Steffen Krechlak geschickt, so auch in der 16. Spielminute. Nach genauem Zuspiel rannte dieserv auf das Bischofswerdaer Tor zu und zielte ins Toreck, jedoch wurde auf Abseits entschieden. Den daraus resultierenden Freistoß für die Gäste konnte Riesa umgehend abfangen und schickte nochmal Krechlak lang, dessen Schuss gerade so vom Torwart unter Kontrolle gebracht wurde. Nur zwei Minuten später hatte Riesa eine weitere Torchance, die überhastet vergeben wurde. Nach einen langen Abschlag von TSV-Torwart Bunzel wurde der Ball im Mittelfeld verlängert, perfekt in den Lauf von Heineccius, der viel Platz und Zeit gehabt hätte, aber sofort Volley abzog und über das Tor schoss.
Bischofswerda bewies indes Effektivität. Mit der ersten Torchance gelang den Gästen die Führung. Dem ballführenden Spieler im Mittelfeld wurde zu viel Platz gelassen, so dass die Flanke in den Strafraum ungehindert den Kopf von Jens Frenzel fand, der unhaltbar einköpfte (25.).
Die Riesaer Spieler waren keineswegs geschockt und hielten dagegen. So zwang man den Gegner in der 28. Minute zu einen Rückpass auf den Torwart, der den Ball in die Füße von Heineccius spielte, doch wurde dessen Schussversuch ins leere Gästetor in letzter Sekunde noch geblockt. Die nächste Torchance auf Riesaer Seite hatte Tabel in der 36.Minute. Nach einer Freistoß-Eingabe von Kutsche fälschte Tabel den Ball noch leicht ab, doch konnte der Torwart den Ball über die Latte fausten.
In der 42. Minute konterte Riesa im eigenen Stadion den Tabellenführer aus und schaffte den verdienten 1:1-Ausgleich. Einen Freistoß für Bischofswerda klärte die Abwehr von Stahl und passte auf Do Le, der im Sprintduell sich seines Gegenspieler entledigte und weiter vor auf Heineccius spielte. Dieser sah außen den mitgelaufenen Krechlak, der wiederum scharf in die Mitte flankte und den Torwart zu einer Parade zwang. Nun stand Stürmer Nico Tabel goldrichtig und erzielte per Nachschuss das Tor.
Anfang der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel und es waren einzelne Szenen, die ein Staunen und Raunen bei den Fans im Stadion erzeugten. So stand die TSV-Abwehr nach einem weiten Abschlag unsortiert und ein Bischofswerdaer rannte alleine auf Keeper Bunzel zu. Zum Glück für Riesa verstolperte er den Ball, wurde nach Außen abgedrängt und die Situation war bereinigt (58.).
Nach einer gespielten Stunde dann großer Beifall für Thomas Löffler, der für Tabel eingewechselt wurde und seine Rückkehr auf den Fussballplatz nach einjähriger Verletzungspause feierte.
Das Spiel kontrollierte zu dieser Phase Bischofswerda und drängte den TSV in den eigenen Strafraum zurück. Der TSV konnte sich selten befreien, stand aber defensiv sehr gut. Die größte Chance für Bischofswerda hatte in der 72. Minute Danny Burda. Nach einer Flanke stand er im Strafraum vollkommen frei, zog aus fünf Metern direkt ab und traf die Querlatte.
Die letzten Minuten des Spiels brachen an und weiterhin drückte Bischofswerda. Doch wieder sollte ein Konter das Tor für Riesa bringen. Nach der Balleroberung schaltete der TSV schneller und schickte abermals Krechlak lang, der zog mit Tempo in den Strafraum und wurde vom Bischofswerdaer Kubik überhart zu Fall gebracht. Kubik bekam nur seine zweite Gelbe Karte, sprich Gelb-Rot. Bei dem fälligen Foulelfmeter war die Spannung im Stadion kaum zu überbieten und es trat Philipp Heineccius an. Heineccius ließ sich nichts anmerken und verwandelte den Elfmeter sicher zur Riesaer Führung (87.). Ein großer Jubel und Erleichterung spiegelte sich bei allen Fans und Spieler von Stahl Riesa ab.
Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. Bischofswerda versuchte es mit einem Verzweiflungsschuss aus 25 Metern, ehe Riesa den Schlusspunkt setzen konnte. Nach einem wunderbaren Passspiel schloss Löffler den Angriff mit einen satten Schuss ab, der zur Ecke pariert wurde. Die anschließende Ecke gelangte schließlich zu Löffler, der erst seinen Gegenspieler austrickste und dann dem Torwart keine Chance bei seinem Schuss ließ (90.).
Während des Jubelsturmes der Riesaer Mannschaft pfiff Schiedsrichter Windisch das Spiel ab. Somit siegt Stahl Riesa im Spitzenspiel und kann im Nachholspiel gegen Laubegast am kommenden Samstag (15 Uhr) die Tabellenführung übernehmen.

Kommentar zum Spiel

Ron Bößneck (TSV Stahl Riesa ):
In der ersten Halbzeit waren wir besser und hatten die Chancen. Aber wie es nunmal so ist, hat es sich gerächt. Danach gab Bischofswerda das Spiel aus der Hand und wir kamen zurück. In der zweiten Halbzeit hatten wir Glück, denn das 3 zu 1 ist sicher zu hoch.

Matthias Müller (Bischofswerdaer FV):
Wir waren etwas überrascht von der Riesaer Kompromisslosigkeit. Wir gehen in Führung und geben das Spiel unbegreiflicherweise ab. Wir hatten heute eklatante Schwächen bei Freistößen und im Abwehrverhalten.
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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