TSV Stahl Riesa - VfB Hellerau-Klotzsche

Bezirksklasse Dresden - Staffel 4 - 21. Spieltag

31.03.2007, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
1 (0) 2 (0)
Aufstellung
Barth, Kutsche, Juretzko, Tietze, Kaiser, Rasper, Träger (46. Kunze), Wukasch, Haberstock (84. Gutsche), Bierstedt, Straube Haude, Zwintzscher, Götz, Sander, Wolf, Conrad, Schellenberger, Wehner, Neumann (80. Reiß), Mende (46. Dutschke), Hänel
Tore Karten
1:0 Bierstedt (57. Spielminute)
1:1 Hänel (60.)
1:2 Reiß (85.)
TSV Stahl Riesa: -
VfB Hellerau-Klotzsche: -
Zuschauer
499

Hellerau begrub alle Riesaer Aufstiegsträume

Das heutige Spiel gegen den Tabellenführer aus Hellerau war die letzte realistische Chance, um noch um den Aufstieg in dieser Staffel mitzuspielen. Nach zwei Niederlagen in fünf Spielen der Rückrunde konnte nur ein Sieg gegen Hellerau zählen.
Doch statt Freude herrschte nach den Spiel lange Zeit Totenstille in der Kabine des TSV Stahl Riesa. Dabei zeigten sich im Spiel deutliche Parallelen zur Hinrunde.
Wie am jetzigen Spieltag ging Stahl Riesa beim Hinspiel in Hellerau in der 57. Minute in Führung und Hellerau glich in der 60. Minute aus. Und erneut konnte Hellerau wenige Minuten vor dem Ende den Siegtreffer erzielen.
Dabei hatten sich die Spieler des TSV viel für dieses Spiel vorgenommen und wollten unbedingt den Abstand zur Tabellenspitze knapp halten.
Mit mehreren Angriffen suchten die Stahlspieler den Torerfolg. Die erste hochkarätige Chance hatte Rasper in der 14. Spielminute. In der Mitte freistehend wurde er von Wukasch bedient, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen.
Beim schnellen Konter der Gäste vergab der Hellerauer Wehner die Möglichkeit zur Gästeführung. Freistehend und 3 Meter vor dem leeren Tor schob er den Ball am Pfosten vorbei.
Im folgenden Spielverlauf sahen die Zuschauer viele Fehlpässe im Riesaer Spielaufbau. Besonders bei langen Bällen waren die Gäste eher am Ball als die Riesaer Spieler.
Hellerau spielte aus einer sicheren Abwehr heraus und sorgte schon früh dafür, dass sich der Gastgeber keine Einschussmöglichkeiten erarbeiten konnte.
In der 37. Minute des Spiels stockte den Riesaer Zuschauern bei einem Hellerauer Angriff erneut der Atem. Conrad überlief die gesamte Riesaer Abwehr, aber sein Heber über den herauslaufenden Barth ging knapp am Tor vorbei.
In den letzten Minuten der ersten Halbzeit zeigten sich erneut große Lücken in der Riesaer Abwehr, so dass Barth mehrmals Kopf und Kragen riskieren musste um einen Rückstand des TSV zu verhindern.
Nach dem Seitenwechsel brachte der Riesaer Trainer Nussbaum, für den bereits verwarnten und rot gefährdeten Träger, Kunze ins Aufgebot.
Wenige Minuten nach Wiederanpfiff erwies Rasper seinen Mannschaftskameraden einen Bärendienst. In einer Minute kassierte er erst wegen Meckerns und danach wegen Foul zwei gelbe Karten und konnte mit gelb-rot zum Duschen gehen.
Am Spiel der Riesaer in Unterzahl sah man nun den Willen, jetzt erst recht das Spiel gewinnen zu wollen. Plötzlich wurde konzentrierter nach vorn gespielt und die Abwehr der Gäste aus Hellerau schien mehrfach zu schwimmen.
In der 57. Minute die Führung für den TSV. Nach einem Freistoß von Wukasch konnte Bierstedt per Kopf das 1:0 erzielen.
Und Stahl Riesa machte weiter Druck. Zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend kam Hellerau zum Ausgleich. Nach einem Rückpass auf Barth hielt dieser den Ball zu lange. Als er sich endlich zum Schuss entsann, schoss er den einzigen im weiten Umfeld stehenden Gegenspieler an. Von ihm prallte der Ball zum 1:1 ins Riesaer Tor.
Durch diesen Treffer wurden die Gäste wieder wach, aber Stahl kämpfte weiter.
So hätte Bierstedt in der 62. Minute fast die erneute Führung erzielt, aber sein Kopfball, wieder nach einem Freistoß, knallte an die Querlatte.
Die Riesaer Spieler brachten die Gäste immer wieder in Bedrängnis und Hellerau verlagerte sein Spiel nach vorn auf Kontermöglichkeiten. Bierstedt wurde nun konsequent von zwei Abwehrspielern gedeckt.
Fünf Minuten vor dem Ende des Spieles erneut ein Konter der Gäste. Außer Juretzko kamen die Riesaer Abwehrspieler beim überzahlangriff der Gäste nicht zurück und so konnte Reiß völlig alleingelassen vor dem Riesaer Tor den Siegtreffer für Hellerau erzielen.
Dieser Treffer ließ alle Aufstiegsträume in Riesa platzen.
Anmerkend zu diesem Spiel ist noch die völlig unzureichende Leistung des Schiedsrichters, der auf beiden Seiten gleich reihenweise Fehlentscheidungen fällte.(KR)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
Admin