ESV Dresden - TSV Stahl Riesa

Bezirksklasse Dresden - Staffel 4 - 28. Spieltag

01.06.2008, So 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
3 (1) 2 (0)
Aufstellung
Neumann, Bolender, Becker, Hölbing, Fochtmann, Hoffmann, Passeck, Saradnick, Hänsel, Bader, Krasnicak
Wechsler: Schmaltz, Heine
Barth, Bierstedt, Hanzlik, Tietze, Kaiser, Grafe, Antony (52. Stemberg), Kunze, Schiffner, Wukasch, Rasper
Tore Karten
1:0 Saradnick (39. Spielminute)
2:0 Hölbing (46.)
3:0 Bader (47.)
3:1 Kaiser (55.)
3:2 Bierstedt (66.)
ESV Dresden: -
TSV Stahl Riesa:
gelb: Stemberg
Zuschauer
120
Schiedsrichter
Lachmann, Gunnar // Kallenbach, Sven // Kallenbach, Werner

Unnötige Niederlage in Dresden

Zum vorletzten Auswärtsspiel und mit noch theoretischen Chancen auf den Staffelsieg reisten die Riesaer zu den Eisenbahnern nach Dresden.
Beide Vertretungen begannen das Spiel bei fast 30 °C sehr verhalten. Erst nach über einer viertel Stunde Spielzeit war eine erste erwähnenswerte Aktion zu verzeichnen als Schiffner zum ersten Mal den Dresdener Tormann testete. Nach diesem zur Ecke abgewehrten Schuss kam etwas System ins Riesaer Angriffsspiel. Gleich reihenweise wurden Einschussmöglichkeiten erarbeitet, konnten aber nicht genutzt werden. So ging der 25 Meterschuss von Kaiser nur an die Querlatte und auch der Schuss von Rasper war eine leichte Beute für den Dresdener Schlussmann.
Nach 37 Minuten hatten die Gastgeber noch einmal Riesenglück, als Wukasch aus kurzer Entfernung nur den Pfosten traf.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Loksportler lediglich eine Torchance nach einem Freistoß.
Aber in der 39. Minute konnte Lok in Führung gehen. Stahl verlor im Vorwärtsgehen den Ball. Dieser wurde zu Saradnick, der in stark abseitsverdächtiger Position stand, abgespielt. Allein vor dem Riesaer Torhüter Barth hatte er keine Mühe zum 1:0 einzuschießen.
Auch nach diesem Treffer hatte der TSV die größeren Spielanteile. Aber im Spiel nach vorn war zu wenig Druck und zu wenig Bewegung. So konnte die Abwehr der Gastgeber nicht überwunden werden. Auch wenn es Kunze und Grafe noch einmal versuchten. Beide scheiterten am hervorragend haltenden Neumann im Dresdener Tor.
Kurz vor der Halbzeitpause krönte der Schiedsrichter der Partie seine am heutigen Tag miserable Leistung. Nachdem er bereits mehrere Entscheidungen traf, bei denen sich die Spieler der beiden Mannschaften sprachlos anschauten änderte er nach einer Situation im Dresdener Strafraum gleich mehrfach seine Entscheidung nachdem Kunze im Strafraum gefoult wurde. Erst zeigte er an weiterspielen um kurz darauf zum Elfmeterpunkt zu gehen und Strafstoß anzuzeigen. Diese Entscheidung revidierte er erneut und sprach dem TSV einen Freistoß vor dem Strafraum zu.
Nach dem Seitenwechsel verschlief der TSV den Anstoß völlig. Bereits in der 46. Minute kam Lok Dresden zum Führungsausbau. Dresden hatte einen Freistoß von halb rechts. Direkt vor Tormann Barth ließen die Riesaer Abwehrspieler einen Dresdner zum Kopfball steigen. Auf ihn konzentrierte sich Barth. Jedoch kam der Dresdener nicht an den Ball und so wurde der Freistoß direkt verwandelt.
Doch es kam noch schlimmer. Der nächste Angriff und das nächste Tor. Mitten im Strafraum wurde Hölling angespielt. Antony, direkt hinter ihm stehend, reagierte nicht und ließ ohne Gegenwehr aus der Drehung vollenden.
Beim Stand von 3:0 nahmen die Gastgeber natürlich das Tempo zurück und wollten über die Zeit kommen.
Einige der Riesaer Spieler zogen noch einmal an. Vor allem die Abwehrspieler fingen noch einmal an Fußball zu spielen. Kaiser, Hanzlik und Bierstedt versuchten noch einmal den Weg nach vorn und Tietze kämpfte in der Abwehr. Die Riesaer Stürmer Rasper und Wukasch kamen heute überhaupt nicht ins Spiel und vor allem Rasper schien sich am Spiel nicht beteiligen zu wollen.
In der 55. Minute erzielte Kaiser das 3:1. Wenige Minuten später war es Bierstedt der mit dem Ball aus der eigenen Hälfte heraus bis in den gegnerischen Strafraum eindrang, zwei Gegner ausspielte und zum Anschlusstreffer einschoss.
Nach diesem Treffer hatte der TSV Stahl Riesa noch 25 Minuten Zeit den Ausgleich zu erzielen. Dresden war konditionell am Ende aber einigen Spielern in der Riesaer Mannschaft schien dieses 3:2 zu reichen. Zwar wurde der Ball noch gelegentlich auf das Tor der Gastgeber geschossen aber die Stahlspieler waren zu einfallslos den gut haltenden Neumann zu überwinden.
Kurz vor dem Ende war es noch einmal Barth der sich bei zwei Kontern der Lokspieler auszeichnen konnte, aber zu einem Tor reichte es für Stahl nicht mehr.
Für mehrere Riesaer Spieler schien die Saison schon vor dem heutigen Spiel völlig entschieden zu sein und so war von ihnen auch keine Einsatzbereitschaft zu erkennen. Dabei waren es drei Spiele vor dem Ende vier Punkte die die Riesaer vom Spitzenreiter Lommatzsch trennten. Und nach der Tabellensituation ist auch der 2. Platz noch nicht sicher. Mit der heutigen Riesaer Niederlage ist aber der Staffelsieg der Lommatzscher besiegelt und sicher wurden mit der heutigen Spielweise auch Riesaer Anhänger vertrieben.(KR)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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