Post SV Dresden - TSV Stahl Riesa

Bezirksklasse Dresden - Staffel 4 - 5. Spieltag

21.09.2008, So 11:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
0 (0) 1 (1)
Aufstellung
(lt. Spielberichtsbogen siehe Anmerkung):
Uhlmann, Gaunitz, Schütze (40. Schnabel), Klötzer (85. Walther), Hermann, Hänsel, Machate, Hölzel, Klatte, Büttner, Hensel
Scharf, Wachsmann, Löffler, Tietze, Kaiser, Rasper (57. Burda), Träger, Wukasch (90.Kunze), Trobisch, Bierstedt, Stemberg
Tore Karten
0:1 Löffler (16. Spielminute) Post SV Dresden:
gelb: Machate, Hensel
rot: Uhlmann (85.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: Wukasch, Träger, Löffler, Tietze
Zuschauer
235
Schiedsrichter
Fischer, Andre

Zittern bis zum Abpfiff nach gut 95 Minuten

Zu unserer Sonntagmorgenbegegnung dieser Saison reisten gut einhundert Riesaer zum Spitzenspiel zu Post nach Dresden und für Stahl galt es die Tabellenführung zurückzuholen, die sie durch das erst am Sonntag stattfindende Spiel verloren hatte.
Die Dresdner Heimmannschaft begann das Spiel mit viel Schwung und wollte in den ersten Minuten den Tabellennachbarn fast überrollen. Aber die Riesaer Verteidigung stand gut und konnte somit die Angriffsbemühungen der Gastgeber früh entschärfen.
Mit eigenen schnellen Spielzügen, meist mit weiten Bällen aus der eigenen Abwehr eingeleitet, erarbeiteten sich die Stahlspieler Räume vor dem Strafraum der Postler.
Die erste klare Möglichkeit im Spiel hatte Löffler in der 16. Spielminute als die Abwehr der Gastgeber förmlich nach einem Ballwechsel erstarrte. Und Löffler nutzte diese Möglichkeit und erzielte die 1:0 Führung für Stahl Riesa.
In der Folge war Stahl bei Freistößen gefährlich. So verpassten in der 22. Minute gleich drei Riesaer den von Wukasch getretenen Ball.
In der 32. Minute verwirrte der Dresdner Trainer die gut 200 Zuschauer. Der vom Stadionsprecher bereits in der Startelf genannte Gaunitz wurde eingewechselt.
Am Spielgeschehen änderte sich nichts. Post Dresden hatte die größeren Anteile am Ballbesitz, aber Stahl hatte die besseren Einschussmöglichkeiten.
Stahl bediente den Angriff immer wieder mit weiten Bällen aus dem Rückraum und Dresden versuchte aus der eigenen Hälfte seine Angriffe durch das Mittelfeld hindurch aufzubauen.
Die Riesaer Verteidigung, vor allem Bierstedt und Tietze, stand heute absolut sicher und störten die Angriffe des Gegners konsequent.
Die Schüsse aus der zweiten Reihe mit denen es der Gastgeber zum Ende der ersten Halbzeit immer wieder versuchte, wurden von der vielbeinigen Abwehr der Riesaer immer wieder abgefangen, so dass Scharf im Riesaer Gehäuse selten zugreifen musste.
Die zweite Halbzeit begann beide Vertretungen mit der gleichen Spielweise der ersten Hälfte. Stahl verteidigte den Vorsprung und ließ Post gegen die eigene Abwehr anrennen.
In der 62. Minute unterlief der Riesaer Hintermannschaft ein riesiger Fehler. Bierstedt gab einen Ball zu Scharf zurück den dieser mit der Hand aufnahm. Der Schiedsrichter entschied sofort auf unerlaubte Rückgabe und somit Freistoß unmittelbar vor dem Tor. Der ausgeführte Freistoß wurde auf Klatte zurückgespielt, der den Ball aber aus fünf Metern weit über das Tor schmetterte. Eine Halbe Stunde vor dem Ende schien die Partie immer mehr Hektik anzunehmen. Der Schiedsrichter hatte in dieser Phase riesige Probleme richtige Entscheidungen zu treffen und sorgte damit auch für Reklamationen von den beiden Trainerbänken.
Der Riesaer Trainer Schuster wurde eine viertel Stunde vor Ende der offiziellen Spielzeit aus dem Innenraum des Sportplatzes verbannt und selbst die eingefleischtesten Dresdner Zuschauer hatten dafür nur ein ungläubiges Kopfschütteln übrig.
Dresden setzte Stahl nun massiv unter Druck und fing alle nach vorn geschlagenen Bälle im Mittelfeld ab um erneut den Riesaer Kasten zu belagern. Aber die Abwehr des TSV stand.
Im Sturm war Burda nach seiner Einwechslung gegen Rasper nie richtig ins Spiel gekommen. Selten konnte er sich mit einer Körpertäuschung von seinen beiden Bewachern befreien und konnte so nur für wenig Entlastung im Spiel sorgen.
In den letzen verbleibenden zehn Minuten besannen sich die Riesaer Spieler wieder auf eigene Angriffsbemühungen. Zuerst war es Träger der seine Zweikämpfe im Mittelfeld meist gewann, und nun mit einem langen Solo aus der eigenen Spielhälfte heraus bis in den Dresdner Strafraum eindrang. Doch statt selbst den Abschluss zu suchen legte er noch einmal ab. In diesen Ball konnte ein Dresdner Abwehrspieler eingrätschen.
Beim nächsten Riesaer Konter war es Löffler der die Chance zur Entscheidung hatte. Er scheiterte aber am Dresdner Schlussmann. Dieser bekam nach einer verbalen Entgleisung gegen Löffler unmittelbar nach dieser Aktion Rot.
Mit einem Mann mehr verteidigte Stahl bis zum Abpfiff nach 95 Spielminuten den knappen Vorsprung und steht nun allein mit 13 Punkten an der Tabellenspitze. (KR)

Anmerkung:
Von Beginn an spielte Hausstein statt Gaunitz. Er wurde in der 32. Minute gegen Gaunitz ausgewechselt. Da Gaunitz nach Erstellung der Aufstellung auf dem Spielbericht nicht mit aufgelaufen war bedeutet dies, dass er bereits ausgewechselt wurde. Da ein ausgewechselter Spieler nicht wieder eingewechselt werden darf stellt der Wechsel in der 32. Minute einen Regelverstoß dar.
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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