SV Rot-Weiß Bad Muskau - TSV Stahl Riesa

Bezirksliga Dresden - 18. Spieltag

12.03.2011, Sa 14:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
3 (1) 3 (0)
Aufstellung
Bartlomiejczyk, Adamczak, Mlinzk, Machinka (73. Karow), Richter (73. Hinz), Hnyk (81. Berno), Gläsel, Bröse, Schöps, Bär, Skrzypczak Bunzel, R. Genschur, Bierstedt, M. Genschur, Schmidt, Krechlak, Kutsche, Heineccius, Schamber (81. Groß), Himmel (58. Hillig), Löffler
Tore Karten
1:0 Skrzypczak (19.)
2:0 Gläsel (48.)
2:1 Heiniccius (62.)
2:2 Heiniccius (70.)
2:3 M. Genschur (87.)
3:3 Skrzypczak (90.)
SV Rot-Weiß Bad Muskau:
gelb: Machinka, Mlinzk, Richter, Schöps, Skrzypczak
TSV Stahl Riesa:
gelb: R. Genschur, Heineccius, Schmidt, Löffler
gelb-rot: Krechlak
Zuschauer
265
Schiedsrichter
Finster (Dresden)

Irres Spiel in Bad Muskau

In einem Kurort wie Bad Muskau geht es im Normalfall ruhig zu, beim Bezirksliga-Spiel zwischen dem heimischen SV Rot-Weiß und dem TSV Stahl Riesa war aber von Ruhe und Erholung keine Spur. Besonders die mitgereisten Riesaer Fans mussten erleben wie dramatisch Fußball sein kann und welche entscheidende Rolle ein Schiedsrichter einnehmen kann. Als Tabellenführer fuhr der TSV sicher als Favorit nach Bad Muskau. Doch die Riesaer waren auch vor der Heimstärke der Parkstädter gewarnt. In der Anfangsphase des Spiels hatte der TSV Stahl Riesa das Heft in der Hand. Die Riesaer konnten sich mehrere Chancen erarbeiten, sie aber nicht zum Torerfolg nutzen. Letztendlich wurde aber vorm gegnerischen Strafraum nicht genügend Druck aufgebaut, um den Führungstreffer zu erzielen. Nach 15 Minuten landete der Ball im Tor der Gastgeber. Beim Dresdner Schiedsrichter Robert Finster fand der Treffer aber keine Anerkennung. Der Unparteiische sah ein Foulspiel von Robert Himmel am Muskauer Torwart Bartlomiejczyk an der Strafraumgrenze. Mit einer ihrer ersten Offensivaktion gingen die Gastgeber in der 19. Spielminute in Führung. TSV-Keeper Toni Bunzel konnte einen strammen Schuss nur abprallen lassen. Bad Muskaus Torjäger Skrzypczak war zur Stelle und schob den Ball über die Linie. Im Anschluss verlor Stahl völlig den Spielfaden. Es fehlte an Laufbereitschaft, konsequentem Zweikampfverhalten und Passgenauigkeit, so dass kein ordentlicher Spielfluss zu Stande kam. In der Halbzeitpause schwor sich die Stahltruppe nochmal ein und ging mit dem Willen aus der Kabine das Spiel drehen zu wollen um drei Punkte mit nach Riesa nehmen zu können. Doch drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Stahl Riesa kalt erwischt. Mit einem langen Pass wurde die TSV-Viererkette ausgehebelt. Gläsel erreichte den Ball und überwand mit einem Heber Toni Bunzel. Die Riesaer waren nun völlig am Boden. Kurze Zeit später hatte Gläsel die Möglichkeit für den endgültigen Knoclout der Stahlwerker zu sorgen. Doch diesmal parierte Riesas Keeper glänzend und hielt so seine Mannschaft im Spiel. In der 61. Minute eroberte Alexander Schamber einen Ball, konnte sich in der Muskauer Defenisve schön durchsetzen und legte auf Philip Heineccius ab, so dass dieser den Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Riesaer bäumten sich nun eindrucksvoll auf und packten ihr Kämpferherz aus. Schon acht Minuten später wurden sie dafür belohnt, als Philipp Heineccius nach erneuter Vorarbeit von Alexander Schamber den Ausgleich erzielen konnte. Bad Muskau schien nun dem hohen Aufwand des bisherigen Spiels Tribut zahlen zu müssen. Der TSV drängte auf den Sieg. Nach einem Gerangel zwischen dem Bad Muskauer Mlinzk und Steffen Krechlak verwarnte der Schiedsrichter beide Akteure. Steffen Krechlak lies sich auf eine Diskussion mit dem Unparteiischen ein, was eine gelb-rote Karte zur Folge hatte. Auch mit 10 Spielern kämpfte Stahl um den Sieg. Riesas Kapitän Martin Genschur gelang es mit einer schönen Einzelleistung tatsächlich drei Minuten vor Spielende seine Mannschaft in Führung zu bringen. Den negativen Höhepunkt des Spiels erlebten die Zuschauer dann in der Nachspielzeit. Nach einem alltäglichen Zweikampf im Riesaer Strafraum entscheid Robert Finster, auch zur Überraschung der Bad Muskauer Spieler und Fans, für Foulelfmeter. Skrzypczak nahm dieses Geschenk dankend an und glich zum 3:3 aus. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis auf der Anzeigetafel, denn der TSV Stahl Riesa tat in der ersten Stunde des Spiels zu wenig um als Sieger vom Platz zu gehen. Mit diesem Remis schmolz der Tabellenvorsprung des TSV auf den Verfolger aus Bischofswerda auf einen Punkt. (Schwu)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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