TSV Stahl Riesa - Lommatzscher SV

Bezirksliga Dresden

03.10.2009, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
2 (0) 2 (1)
Aufstellung
Robert Scharf, Thomas Löffler, Stefan Nollau, Steffen Krechlak (76. Alexander Schamber), Rico Kaiser (89. Christian Straube), Danny Burda, Nicki Rasper, David Wukasch, Ole Martin Hillig, Patrick Trobisch, Thomas Bierstedt Marco Wolf, Sven Huste, Tom Schwarzbach (67. Rene Müller), Uwe Rennert, Jens Zschätzsch, Mirko Beier, Mario Oster, Sven Pönisch, Marcel Hirth (84. Maik Borrmann), Stefan Schulz, Frank Rennert
Tore Karten
0:1 Jens Zschätzsch (17. Spielminute)
1:1 Danny Burda (54.)
2:1 Ole Martin Hillig (57.)
2:2 Stefan Schulz (68.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: David Wukasch, Ole Martin Hillig, Patrick Trobisch, Nicki Rasper, Rico Kaiser
gelb-rot: Nicki Rasper
Lommatzscher SV:
gelb: Jens Zschätzsch, Uwe Rennert,
Zuschauer
755
Schiedsrichter
Windisch, Kay; Bojanowski, Stefan; Evler, Jan

„Unparteiische“ bringen Stahl um verdienten Lohn

Nach den Meldungen der laufenden Woche über Punktabzüge für Heidenau, Bad Muskau und Meißen wegen Einsatzes nicht spielberechtigter Spieler wurde die Tabelle gehörig durcheinander gebracht. Mannschaften wie Lommatzsch profitieren von den neu gewerteten Spielen.
Im Kreisderby standen sich nun der TSV Stahl Riesa und der plötzlich in der Tabelle vorn liegende Lommatzscher SV gegenüber.
Von Beginn des Spieles an war viel Hektik und Bissigkeit im Spiel der Gegner. Dabei zeigte der TSV bereits in der 10. Minute des Spiels dass die Abwehr der Lommatzscher mit schnellen Zügen durcheinander gebracht werden kann.
Die Gäste versuchten es nach 12 Minuten mit einem Distanzschuss von Oster, der aber weit über das Tor ging.
Beide Vertretungen versuchten mit schnellen Spielzügen die Spielherrschaft zu übernehmen.
In der 17. Minute kamen die Gäste völlig überraschend zum Führungstreffer. Nach einem Freistoß in die Riesaer Mauer ging Ole Martin Hillig schwer angeschlagen zu Boden. Die Riesaer verharrten einen Moment und die Lommatzscher spielten den Ball auf den stark Abseits verdächtigen Jens Zschätzsch. Dieser zog völlig ungestört auf das von Robert Scharf gehütete Tor zu. Im zweiten Zufassen hatte der Riesaer Hüter den Ball, aber der Lommatzscher Stürmer zog durch und schlug den Ball dem Riesaer Tormann aus der Hand und ins Tor.
Auch in der Folgezeit wirkte das Schiedsrichterkollektiv völlig ohne Überblick. Dabei wurden aber mehr Entscheidungen gegen die Platzherren als gegen die Gäste entschieden. So wurden Vorteile einseitig abgepfiffen und böse Fouls der Lommatzscher maximal ermahnt. So bekam z.B. Uwe Rennert für sein rüdes Einsteigen von hinten gerade einmal gelb. Das war aber klar rot Herr Windisch.
Im Verlauf der 1. Halbzeit standen die Lommatzscher Spieler in einer kompakten Abwehr und warteten auf Möglichkeiten Jens Zschätzsch mit langen Bällen in Aktion zu bringen. Stahl kämpfte um den Ausgleich, spielte aber zu umständlich nach vorn. Dabei waren zu viele Fehler im Mittelfeld zu verzeichnen.
Lommatzsch spielte geradliniger, konnte aber selten für wirkliche Gefahr sorgen.
Lediglich in der 38. Minute hatte die Riesaer Hintermannschaft Mühe einen Angriff der Gäste, wieder über Jens Zschätzsch, abzuwehren.
Auf der Gegenseite testeten Thomas Löffler Marco Wolf im Gästetor der mit einer großen Parade die Führung verteidigte.
Nach dem Seitenwechsel war Stahl am Drücker und setzte Lommatzsch unter Druck. Vor allem David Wukasch rackerte unermüdlich und kämpfte um jeden Ball. Dazu ging Rico Kaiser immer wieder mit nach vorn. So wurde im Zusammenspiel mit Danny Burda und Thomas Löffler immer wieder Gefahr erzeugt.
In der 54. Minute erzielte Danny Burda den verdienten Ausgleich für den TSV. Beim ersten Versuch köpfte der Riesaer das Leder noch an die Latte, konnte aber den zurückspringenden Ball aus sechs Metern volley im Tor unterbringen.
Drei Minuten später ging Stahl in Führung. David Wukasch hämmerte einen Freistoß aus gut 25 Metern direkt ins Tor.
Nach diesem Treffer wirkte der Gast zunehmend müder und der TSV ging mit schnellen Spielzügen und viel Einsatz aus dem Mittelfeld heraus immer wieder in Richtung Gästetor.
In der 68. Minute des Spiel war wieder eine Verkettung von Fehlentscheidungen der Auslöser für eine spielentscheidende Situation. Erst wurde im Mittelfeld ein Foulspiel an Nicki Rasper nicht geahndet, aber wenige Sekunden später ertönte der Pfiff völlig fragwürdig direkt vor dem Riesaer Strafraum. Den gegebenen Freistoß verwandelte Stefan Schulz zum 2:2.
Die Riesaer Spieler kämpften weiter nach vorn und erzielten in der 76. Minute einen weiteren Treffer. Jedoch kam die Fahne vom Linienrichter. Völlig fraglich, denn vor dem Schützen Nicki Rasper waren zwei Gegenspieler und außerdem kam der Ball vom Gegenspieler. Der Riesaer Torschütze beschwerte sich über den nicht gegebenen Treffer und bekam vom Schiedsrichter gelb. Da er bereits mit gelb verwarnt war, musste er mit gelb-rot den Platz verlassen.
Auch in Überzahl konnte der Lommatzscher SV keine klare Überlegenheit im Spiel erringen kam aber nun zu eigenen Vorstößen vor das Riesaer Tor.
Der zwischenzeitlich ein gewechselte Alexander Schamber testete noch einmal den Lommatzscher Schlussmann. Auf der Gegenseite hatte Mirko Beier noch eine Riesenmöglichkeit, schoss den Ball aber unbedrängt weit über das Riesaer Tor.
Einen traurigen Höhepunkt der Leistung der Unparteiischen sahen die Zuschauer noch wenige Minuten vor dem Abpfiff. Hier unterbrach der im Mittelfeld stehende Schiedsrichter das Spiel auf Grund von klarem Abseits. Der Linienrichter hob die Fahne erst lange nach dem erfolgten Pfiff.
Stahl versuchte noch bis zum über pünktlichem Abpfiff den Siegtreffer zu erzielen, kam aber nicht mehr zum Abschluss.(KR)

P.S. Auf dem Spielberichtsbogen wird Ole Martin Hillig als zweiter Riesaer Torschütze geführt. Offensichtlich war er mit dem Kopf noch am Ball.
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
Admin