TSV Stahl Riesa - SV Großpostwitz-Kirschau

Bezirksliga Dresden - 5. Spieltag

18.09.2010, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
3 (0) 3 (3)
Aufstellung
Scharf, Kutsche, Krechlak (72. Tabel), Do Le (46. R. Genschur), Wukasch, Schamber (64. Nollau), Hillig, M. Genschur, Schmidt, Bierstedt, Heineccius Düring, Jacksch (72. Schütze), Stanzel, Höhrenz, Richter, Hovorka, Töppel, Beranek (89. Möhn), Penicka, Schulze, Effenberger
Tore Karten
0:1 Beranek (5. Spielminute)
0:2 Töppel (32.)
0:3 Töppel (35.)
1:3 R.Genschur (48.)
2:3 Kutsche (73.)
3:3 Heineccius (90.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: Bierstedt, Wukasch
SV Großpostwitz-Kirschau:
gelb: Jacksch, Effenberger, Richter, Töppel
Zuschauer
303
Schiedsrichter
Sebastian Zander (Leipzig)
1. Assistent: Martin Wadewitz, 2. Assistent: Norbert Hannak

Zwei verschenkte Punkte trotz Aufholjagd in der 2. Halbzeit

Nach der Tabellensituation schien vor dem Spiel die Favoritenrolle für den TSV klar, aber schon nach fünf Minuten schien alles auf den Kopf gestellt.
Der SV Großpostwitz-Kirschau spielte flott auf und mit einem Pass in die Spitze wurde Jan Beranek bedient der mit einem Heber den viel zu weit vor seinem Kasten stehenden Robert Scharf überraschte und den ersten Treffer für die Gäste erzielte.
Aber auch Stahl Riesa hatte die ersten Tormöglichkeiten vor allem bei Eckbällen und einem Freistoß von David Wukasch.
In der weiteren Folge des Spielverlaufes wurde deutlich dass ein Spielfaden der Riesaer im Spiel fehlte. Nicht zu übersehen war, dass die Riesaer mit der vielbeinigen Abwehr der Gäste nicht klar kamen. Die massiven Abwehrreihen der Großpostwitzer unterbanden jeglichen Spielaufbau der Gastgeber und jeder Ballwechsel vor dem Gästetor wurde gestört.
So versuchten es die Stahlspieler mit Fernschüssen, die jedoch samt das Tor verfehlten oder an Maik Düring im Tor der Gäste hängen blieben.
Die Gäste arbeiteten produktiver. Weiter Abschlag vom Tormann, Verlängerung per Kopf vom Gegner und Antonio Töppel, eigentlich aus der zweiten Mannschaft der Gäste, ging unbedrängt auf das Riesaer Tor zu und beendete mit einem satten Schuss und dem 2:0 den Konter.
Erschreckend aus Riesaer Sicht die Tatenlosigkeit der gesamten Riesaer Hintermannschaft die wie gelähmt dem Torschützen zusah.
Drei Minuten später eine fast gleiche Situation. Wieder wird der Ball über das Mittelfeld hinweg weit in die Riesaer Hälfte geschlagen, wieder ist Antonio Töppel zur Stelle und wieder erhöht er das Torkonto, diesmal zum 3:0. Und wieder war von den Riesaer Abwehrspielern nichts zu sehen.
Die verbleibenden Minuten bis zur Halbzeitpause ließen wenig Hoffnung auf eine Resultatsverbesserung. Zu groß waren die Löcher in der Abwehr und die fehlende Durchschlagskraft im Sturm. Ein spielendes Mittelfeld schien gar nicht vorhanden zu sein.
Gespannt waren die Zuschauer deshalb auf die 2. Hälfte der Begegnung. Der am heutigen Tag glücklose Tham Nam Do Le blieb in der Kabine und für ihn war nun Robert Genschur im Spiel.
Stahl begann diese Spielhälfte mit wesentlich mehr Energie und nutzte den ersten Fehler der Gästeabwehr zum ersten Tor.
Thomas Bierstedt wurde nicht sofort attackiert und kam frei zum Torschuss. Dieser Ball konnte noch abgefangen werden aber im zweiten Versuch markierte der gerade Eingewechselte das 1:3.
Und die Riesaer versuchten weiter die Gästeabwehr zu überwinden. Die Ordnung bei den Gästen war plötzlich durcheinander und in der 55. Minute hatten die Gäste Glück als Philipp Heineccius nur die Latte traf.
Nach dieser Aktion wurde das Spiel der Gastgeber wieder gesetzter und der Biss in den Aktionen ging zurück. Lediglich David Wukasch kämpfte konsequent um jeden Ball, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und suchte den Drang nach vorn.
Großpostwitz stand nun mit allen Männern in der Abwehr und versuchte die Führung zu behaupten. Stahl erarbeitete sich Torchancen wie am Fließband aber musste bis zur 73. Minute auf den Anschlusstreffer warten. Wieder ging die Aktion von David Wukasch aus der Thomas Kutsche bediente. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte das 2:3.
Nun wurde es hektisch im Strafraum der Gäste. Nach vorn ging nicht mehr viel aber vor dem Tor warfen sie sich in jeden Ball. Erst in der Nachspielzeit war es Philipp Heineccius der aus spitzem Winkel den Ausgleich erzielte.
Unmittelbar vor dem Abpfiff hatten die Riesaer sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Aber auf der Linie fing Oliver Schulze für seinen bereits am Boden liegenden Tormann einen Schuss aus Nahdistanz mit dem Kopf ab.
So blieb es bei zwei verschenkten Punkten, denn vor allem in Hälfte eins riefen gleich eine Reihe der Stahlspieler ihr volles Leistungsniveau nicht ab. Nach dem hohen Rückstand war es trotz höherer Kampfbereitschaft schwer die massive Hintermannschaft der Gäste zu durchbrechen.
So war Andreas Schulz, der Trainer der Gäste, hoch zufrieden mit dem Punktgewinn in Riesa.(KR)
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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