TSV Stahl Riesa - SV Wesenitztal

Bezirksliga Mitte - 12. Spieltag

26.11.2011, Sa 15:00 Uhr

Endstand (Halbzeit)
3 (0) 1 (1)
Aufstellung
Hesse, Kutsche, Löffler, Nollau (43. Wukasch), Krechlak, Ihbe, Burda, R.Genschur, Schamber, Krake, Moses Droßel, Steps (82. Egerer), Stiel, Ufer, Werner, Steglich, Spitzl (82. Hähnel), Glöß, Walter, Schuster, Grimm (53. Mai)
Tore Karten
0:1 Walter (3.Spielminute/Foulelfmeter)
1:1 Burda (65.)
2:1 Moses (69.)
3:1 Löffler (87.)
TSV Stahl Riesa:
gelb: Nollau, R.Genschur, Burda
SV Wesenitztal:
gelb: Steps, Ufer, Werner, Steglich, Glöß, Walter
Zuschauer
325
Schiedsrichter
Roberto Martin,
Christopher Fiebig, Uwe Hofmann

Sieg nach banger erster Halbzeit

Zum letzten Heimspiel der Hinrunde empfing der TSV Stahl Riesa die Gästemannschaft aus dem Wesenitztal. Gegen diese Bezirksliga-erfahrene Mannschaft musste Riesa-Trainer Bößneck einige arbeits- beziehungsweise verletzungsbedingte Ausfälle verkraften und die Startformation umbauen.
Die Gäste begannen flott und versuchten die favorisierten Riesaer zu überraschen. Mit Erfolg, denn die unsortierte Innenverteidigung um Moses und Kutsche rückte falsch auf. Somit wurde Nollau im Strafraum allein gelassen, der infolge dessen sehr ungeschickt einen Angreifer zu Fall brachte. Den durchaus berechtigten Strafstoß verwandelte Walter für Wesenitztal sicher.
Riesa schien zuerst nicht geschockt vom frühen Rückstand und bekam die Möglichkeit zum sofortigen Ausgleich. Doch vergab Burda nach einem schnellen Antritt eine Großchance(6.)
In der restlichen ersten Halbzeit wirkte Stahl planlos und zeigte eine unglaubliche Panik in seinen Aktion. Der Schwung war verpufft und man spielte zu überhastet. Es gelang sogut wie nichts im Spielaufbau und man hatte selbst noch in der 23. Minute einen Dusel auf seiner Seite. Eine Riesaer Kopfball-Rückgabe zum eigenen Torwart Hesse ging schief und ein dazwischen spurtender Wesenitztaler schob den Ball aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei.
Lichtblick beim TSV mit seinen Zuspielen war hierbei Alexander Schamber, der heut eine starke Partie über die ganzen 90 Minuten bot.
Noch kurz vor der Pause musste Wukasch (für Nollau) trotz Blessuren ins Spiel kommen und hätte beinahe mit seinem gezirkelten Freistoß knapp über das Toreck den Ausgleich erzielt(45.). So allerdings ging Stahl mit dem 0:1 Rückstand in die Kabine.
Nachdem Seitenwechsel fokusierte Riesa seine Angriffe nun deutlich besser und erspielte sich gleich mehrere Torchancen aus dem Spiel heraus oder nach den vielen Eckbällen.
Besonders Stürmer Burda erwies sich als stets anspielbereit und erzwang sich regelrecht den Torerfolg. So traf er nach einem hohen Zuspiel von Wukasch den Ball volley nicht richtig vor dem Tore(47.) und nach einer Körperdrehung im Strafraum strich sein Schuss scharf am Pfosten vorbei(58.).
Die Torflaute schien nicht vergehen zu wollen. Doch in der 65. Minute erlöste Danny "la Bomba" Burda sich und die Stahlfans endlich mit seinem Tor zum längst verdienten Ausgleich. Eingeleitet durch Schamber rannte Burda dem Ball hinterher, überholte den Abwehrspieler im Laufduell und ließ bei seinen knallharten Schuss unter die Latte dem gegnerischem Torwart keine Chance. Für seinen überschwenglichen Torjubel bekam er Gelb gezeigt.
Der SV Wesenitztal hatte bis zu diesem Zeitpunkt Stahl Riesa alles abgerungen und spielte dabei ordentlichen Fussball. Trotz der vielen gelben Karten(9 Stück ingesamt) war es ein faires Spiel und Wesenitztal nutzte seine Mittel aus. Doch schwanden nach dem Ausgleich die Kräfte bei den Wesenitztalern zusehends und sie konnten den Ansturm der Riesaer nicht mehr abwehren.
Riesa kämpfte und spielte weiter auf den benötigten Sieg. Die Führung für den TSV erzielte in der 69. Minute Danny Moses, der eine Flanke mit dem Kopf unhaltbar ins lange Eck verlängerte.
Nur eine Minute später scheiterte Krechlak nach gutem Dribbling im 1-gegen-1 am Torwart und den Nachschuss aus 20m gen leeres Tor hob Löffler darüber. Stahl war nun drückend überlegen und suchte die Vorentscheidung.
In Minute 78 rannten Burda und Löffler gemeinsam auf das Wesenitztaler Tor zu und im eigentlich richtigen Moment kam der Querpass zu Löffer an. Dieser schoss aber unbedrängt den Ball nur an den Pfosten.
Den besseren Abschluss zum 3:1 hatte Löffler in der 87. Minute, als er nach Hackentrick von Burda auf Höhe der Mittellinie und schnellem Sprint von Krechlak einen mustergültigen Angriff vollendete.
Steffen Krechlak hätte sich in der 90. Minute auch selber in die Torschützenliste eintragen können/müssen , denn sein halbhoher Nachschuss aus 5m gegen einen schon geschlagenen Torwart ging noch über das Tor drüber.
Mit dem Heimsieg bleibt Stahl Riesa oben dran und setzt seine Erfolgsserie fort.[EF]

Kommentar zum Spiel

Ron Bößneck (Trainer TSV Stahl Riesa): Die 1.Halbzeit war eine Katastrophe. Wir hatten Panik und Hektik nach dem frühen Rückstand. Wesenitztal hat das gut gemacht und Fussball gespielt. Die 2.Halbzeit war dann von uns besser gespielt wurden.

Christoph Egerer (Spieler/Cotrainer SV Wesenitztal): Wir wurden im Vorfeld schon abgeschrieben und wollten daher Riesa überraschen mit einem hohen Anfangstempo. Dies ist uns gelungen, leider fiel in der 2.Halbzeit der Ausgleich zu früh. Konnten dem Riesaer Druck dann nicht mehr standhalten. Die Niederlage ist verdient.
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
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