TSV Stahl Riesa 2. - SV Traktor Priestewitz 2.

Kreisliga Meißen - Staffel West - 13. Spieltag

04.12.2011, So 13:30 Uhr

Endstand (Halbzeit)
4 (2) 1 (0)
Aufstellung
Ostrowski, Straube, Bamdej, Grabowski, Kassner, Raßmann, Pätzold, Häschel (70. Hönig), Groß, Martick, Berencsi (80. Barsch)
Tore Karten
1:0 (35.) Martick
2:0 (37.) Berencsi
3:0 (46.) Berencsi
3:1 (73.)
4:1 (85.) Pätzold
TSV Stahl Riesa 2.:
gelb: Bamdej
SV Traktor Priestewitz 2.: -
Zuschauer
26

Mäßiger Hinrundenabschluss

Im letzten Heimspiel der Hinrunde empfing die Stahlreserve die Reserve aus Priestewitz. Mit diesem Gast waren die Riesaer gewarnt, da die Priestewitzer den Tabellenführer aus Röderau mit 4:3 bezwangen. So spielte Stahl von der ersten Minute an konzentriert und sehr wachsam im eigenen Abwehrverbund. Priestewitz stand sehr defensiv und versuchte mit schnellem Umschalten die Riesaer Abwehr zu überraschen. Dies gelang aber in den wenigsten Fällen, da bereits am Strafraum der Gastgeber Schluss war. Einzig bei Standards war Vorsicht geboten. Bei einem dieser Standards entschärfte Torhüter Ostrowski einen gefährlichen Kopfball souverän und war damit auch im weiteren Spielverlauf ein wichtiger Rückhalt für seine Mannschaft. In der 8. Minute dann die erste Chance für die Stahlkicker. Einen Freistoß aus ca. 20 Metern schießt Groß knapp am gegnerischen Angel vorbei. Vier Minuten später die nächste Chance für Riesa. Zentral am 16 Meterraum gelangt der Ball zu Martick, der freie Bahn hat und den Ball über den Priestewitzer Torwart lupft, doch leider hatte der Wettergott etwas gegen die Führung. Eine Windböe drückte den Ball wenige Zentimeter vom Tor weg und es blieb beim 0:0. Doch Stahl erspielte sich weiterhin gute Einschussmöglichkeiten, versemmelte diese wiederum sehr leichtfertig. Erst in der 35. Minute wird Kapital aus einer dieser Chancen geschlagen. Groß setzt sich über die Außenbahn schön durch und passt mit der Hacke auf Berencsi, dessen Eingabe wird zunächst abgewehrt. Den abgewehrten Ball kann Martick sich zu Nutze machen und die 1:0 Führung erzielen. Priestewitz befand sich scheinbar noch im Schockzustand, da fiel schon das nächste Gegentor. In der 37. Minute setzt sich Pätzold, in einer schönen Einzelaktion, von der Mittellinie bis zum gegnerischen Strafraum durch und passt genau auf Berencsi, der locker zum 2:0 ins kurze Eck einschiebt. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel und es ging mit einem mehr als verdienten 2:0 für die Gastgeber in den Pausentee.
Die zweite Halbzeit begann Stahl sehr druckvoll. So dauerte es nur eine Minute, da zappelte der Ball zum 3:0 im Netz des Priestewitzer Tors. Wieder ist es Pätzold der am Strafraum mustergültig auf Berencsi spielt. Berencsi schiebt dann in gekonnter Torjägermanier ein und bringt die Spielentscheidung. Doch Stahl wollte mehr und spielte munter weiter. In der 52. Minute dann Elfmeter für Riesa. Kassner schnappt sich den Ball und legt ihn sich auf dem 11-Meterpunkt zurecht. Mit einem überheblich geschossenen Elfmeter vergibt er diese hochkarätige Chance auf 4:0 zu erhöhen. Nun schien ein Knick im Spiel der Stahlreserve - es wurde undiszipliniert gespielt. So verlor man im Aufbauspiel mit langem Ballhalten unnötig die Bälle, stand sehr schlecht gestaffelt in den eigenen Reihen und zu allem Überfluss versuchte man mit lang geschlagenen Bällen zum Erfolg zu kommen. So auch in der 73. Spielminute, als Straube einen Freistoß unnötig hoch nach vorn drischt und damit auch direkt zum Gegner. Dieser schaltete schnell um und umspielte die schlecht gestaffelte Riesaer Mannschaft. Der Priestewitzer Angreifer kommt aus 16 Metern frei zum Schuss und kann mit einem Sonntagschuss genau ins Angel den Stahltorwart überwinden. Dieser Treffer schien wie ein Weckruf für die Gastgeber. So wurde wieder gefällig über die Außen gespielt und sicher im eigenen Mannschaftsverbund agiert. In der 85. Spielminute dann der Schlusspunkt. Raßmann spielt den auf der Außenbahn gestarteten Groß genau in den Lauf, der sich wie bereits im Vorfeld mehrmals geschehen, schön im gegnerischen Strafraum durchdribbelt und dann noch das Auge für Pätzold hat. Mit beherztem Einsatz kommt Pätzold an die Kugel und hämmert den Ball zum 4:1 in die Maschen.
Bei effektiverer Chancenverwertung und einer über 90 Minuten disziplinierteren Leistung hätte die Stahl Mannschaft das Ergebnis wesentlich deutlicher gestalten können. So aber bleibt wieder einmal die ernüchternde Erkenntnis, dass zu viele Fehler aufgrund von Unkonzentriertheiten in den einzelnen Mannschaftsteilen gemacht wurden.
Inhalt-Abschluß-Grafik TSV Stahl Riesa
Admin